Einmal pro Jahr steht gewöhnlicherweise der Termin mit dem Schulfotografen an. Es sollen schöne Erinnerungen entstehen. Wer die Aktion organisiert steht vor verschiedenen Fragen. Hier erfahrt Ihr, worauf bei Klassenfotos zu achten ist.

Die Auswahl des Fotografen

Bucht Fotografen, die sich auf Kinder- bzw. Schulfotografie spezialisiert haben. Die Mitarbeiter, wie beispielsweise das Team von kizpix.de, sind pädagogisch geschult und im Umgang mit den Minderjährigen versiert. Es ist für den Schulbetrieb notwendig, dass sich der Fotograf die Kinder unterhält und gleichzeitig rasch zum gewünschten Ergebnis führt. Dafür kommt der Profi in der Regel zur Lehranstalt. Er muss die notwendige Ausrüstung für Außeneinsätze besitzen. Wichtig ist, dass bei Schnappschüssen vor Ort, auch Ausfälle einkalkuliert werden. Geht ein Teil des Equipments während des Auftrags verloren oder kaputt, muss der Fotograf direkt Ersatz zur Hand haben. So sind Verzögerungen ausgeschlossen.

Gerne gewähren die professionellen Lichtbildner ein Geschenk oder sogar eine kleine Spende, damit sie den Auftrag an Eurer Schule erhalten. Achtung, dabei handelt es sich um Bestechung und somit um eine Straftat. Leider kommen solche Fälle nicht selten vor, laut Statistik des Bundeskriminalamtes, sind an jeder zweiten Bestechung in Deutschland Schulfotografen beteiligt. Seid aufmerksam und lasst Euch nicht um den Finger wickeln.

Neben Arbeitsethik, Erfahrung mit Kindern und der passenden Ausrüstung spielt auch der Preis eine entscheidende Rolle. Erkundigt Euch nach Abnahmeverpflichtungen, Anfahrtspauschalen und allen weiteren Kosten. Lasst Euch vorab eine detaillierte Auflistung geben. Die meisten Fotografen erstellen individuelle Angebote ganz nach den Wünschen der Schüler, Eltern und Lehrer.

Sortiment der Schulfotografie

Überlegt Euch, am besten zusammen mit den Erziehungsberechtigten, ob eine komplette Fotomappe inklusive Klassenbild, Einzelporträts etc. erstellt werden soll. Verschiedene Lichtbildner bieten unterschiedliche Optionen, darunter sind:

  • Klassenfoto
  • Spaß-Klassenfoto
  • Porträtaufnahmen
  • Ganzkörper-Aufnahme
  • Passbilder
  • Bewerbungsbilder und Bewerbungsmappen
  • Schülerausweise
  • Personalisierte Schulartikel
  • Klassenspiegel mit Bild

Bei der Auswahl der einzelnen Komponenten sind mehrere Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Wie lange dauert die Prozedur, wenn ein gemeinsames Klassenfoto sowie mehrere Einzelaufnahmen von jedem Kind angefertigt werden? Kann eine mehrstündige Foto-Session mit dem Unterricht abgestimmt werden? Sind alle Eltern in der Lage, sich die Kosten zu leisten?

Jedes Kind sollte mindestens ein Bild der gesamten Klasse erhalten, damit es ein Andenken an die Jahrgangsstufe besitzt. In Zeiten, in denen besonders auf Datenschutz Wert gelegt wird, fallen eigene Schnappschüsse auf Schulveranstaltungen meistens aus. Mittlerweile ist es nämlich in zahlreichen Schulen verboten, private Aufnahmen beispielsweise bei Einschulung oder Abschlussfeier zu knipsen. Somit bietet der Schulfotograf oftmals die einzige Option eine schöne Erinnerung an die gesamte Klasse zu bekommen.

Rechtssicherer Umgang mit Schulfotos

Grundsätzlich ist es notwendig, dass jeder, der abgelichtet wird, den Aufnahmen vorher zustimmt. Das Recht am eigenen Bild gilt als Teil des Persönlichkeitsrechts und ist deshalb seitens des Grundgesetzes geschützt. Lasst Euch die Einverständniserklärung sicherheitshalber schriftlich geben. Es gibt zwar rein rechtlich keine Formvorschrift, aber Ihr seid gegebenenfalls in der Beweispflicht. Wer dann einen handschriftlichen Nachweis über die Zustimmung vorlegen kann, ist auf der sicheren Seite.

Fraglich ist, wer eigentlich bei Schulfotos sein Einverständnis geben muss – Eltern oder Kinder? Bei Kindern unter 14 Jahren reicht normalerweise die Unterschrift der Eltern aus. Bei der Gruppe der 14- bis 18-Jährigen sollten mindestens die Jugendlichen zustimmen. Eine zusätzliche Signatur der Eltern sorgt für hundertprozentige Rechtssicherheit.

Wer die Klassenfotos verwenden und veröffentlichen möchte, sollte vorsichtig sein. Das Urheberrecht liegt – ohne anderweitige Vereinbarung – beim Fotografen. Klärt am besten vor Vertragsabschluss, in welchem Umfang Ihr die Bilder verwendet dürft. Sollen die Fotos, beispielsweise in einem Jahrbuch, dem Schüler-Magazin oder der regionalen Tageszeitung publiziert werden, dann ist dafür die Einwilligung der Abgelichteten und des Fotografen notwendig.

Generalvollmachten der Schüler sind übrigens keine Lösung. Die Zustimmung für die Anfertigung und Veröffentlichung der Bilder muss jedes Jahr aufs Neue eingeholt werden. Sie sollte möglichst konkret und exakt formuliert werden. Legt am besten zusammen im Lehrerkollegium eine rechtssichere Einverständniserklärung fest, die Ihr dann an sämtliche Schüler und Eltern verteilt. Bevor Ihr Bilder veröffentlicht, solltet Ihr zur Sicherheit nochmals prüfen, ob wirklich von Allen die Zustimmung vorliegt.

Styling für die Klassenfotos

Eltern und Kindern wünschen sich, dass der Sprössling auf dem Foto möglichst attraktiv aussieht. Als Lehrer könnt Ihr diesbezüglich einige Tipps mit auf den Weg geben. Grundsätzlich kann ein Friseurbesuch vor dem Termin mit dem Fotografen nicht schaden. Ansonsten sorgt die richtige Kleidung für exzellente Auftritte. Auch wenn das Kind einen bestimmten Lieblingspullover mit auffälligem Design hat, sollte es für den großen Tag besser ein einfarbiges Oberteil wählen. Helle Farbtöne haben sich, insbesondere bei Kleinkindfotografie, bewährt. Diese wirken freundlicher als beispielsweise Schwarz oder Dunkelblau. Naturtönen ist der Vorzug gegenüber Neonfarben zu geben. Je knalliger das Shirt, desto mehr lenkt es vom Gesicht des Kindes ab.

Auch wenn ein Kind im Anzug oder Spitzenkleidchen für Angehörige besonders hübsch anzuschauen ist, sollte sich der Sprössling im Outfit wohlfühlen. Auf Make-up ist bei kleinen Kindern komplett zu verzichten. Sollte es Hautunreinheiten geben oder eine Haarsträhne unvorteilhaft abstehen, korrigiert der Fotograf dies mit wenigen Handgriffen. Dafür besitzt er schließlich eine professionelle Software.

Wer einen geschulten und erfahrenen Experten für die Schulfotos auswählt, ein paar Stylingtipps mit auf den Weg gibt und sich an die Datenschutzvorschriften hält, kann dem Fototermin freudig entgegensehen.