Veröffentlicht am 13. April 2026 um 02:00 Uhr:

Zwischen Morgenkreis und Matheheft: Übergang von Kita in Schule braucht mehr als guten Willen

Kitaleitung-Meinungstrend Befragung von über 5.000 Kitaleitungen zeigt hohe Arbeitsbelastung, weil hohes Engagement die zu geringe Leitungszeit ausgleichen muss. Schwerpunktthema 2026: Übergang von der Kita zur Grundschule. Zahlen zeigen Spannungsfeld zwischen pädagogischem Anspruch und der Realität an den Kitas. Fachlich kompetente Unterstützung des Übergangs wird durch Mangel an Personal und Zeit eingeschränkt. „Der Übergang von der Kita in die Grundschule ist ein elementarer Schritt in der Bildungsbiografie. Wir sehen, dass das pädagogische Wissen und eine hohe Bereitschaft zur Kooperation vorhanden sind, aber fast 80 Prozent der Kitaleitungen angeben, dass Personal und Zeit fehlen. Dabei sehen wir: Je strukturierter die Zusammenarbeit ist, umso besser können Kinder in den Prozess des Übergangs eingebunden werden. Dafür müssen alle Verantwortungsebenen stärker miteinander kooperieren. So stellen es die Bildungsminister- und die Jugend- und Familienkonferenz auch in ihren kürzlich veröffentlichten Empfehlungen zum Übergang von der Kita in die Schule heraus. Jetzt muss dieser politische Wille aber auch praktische Konsequenzen haben. Ein gelingender Übergang braucht Ressourcen“, fordert Tomi Neckov, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) mit Blick auf die Ergebnisse der Befragung von Führungspersonal aus Kitas.Sie wird heute im Rahmen des Deutschen Kitaleitungskongresses (DKLK) in Stuttgart veröffentlicht. Insgesamt haben vom 22.10.2025 bis 23.01.2026 bundesweit 5.008 Kitaleitungen an der DKLK-Umfrage von FLEET Education, dem VBE und dessen Landesverbänden Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen, unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Miriam Baghai-Thordsen von der Hochschule Koblenz, teilgenommen. Die Alters- und Geschlechtsverteilung der DKLK-Stichprobe ist vor dem Hintergrund amtlicher Referenzdaten strukturell plausibel. Die Ergebnisse sind als indikative Befunde einer bundesweiten Leitungsstichprobe interpretierbar.Hohe Leitungszeit, geringe WeiterempfehlungÜber die Hälfte der Kitaleitungen geben an, dass die vertraglich vereinbarte Leitungszeit unter der tatsächlichen Leitungszeit liegt. So wenden zum Beispiel fast ¾ der Leitungen 60 Prozent ihrer Arbeitszeit für Leitungsaufgaben auf, aber nur der Hälfte steht dieses Stundenkontingent auch vertraglich zu. Der VBE-Chef Neckov kommentiert: „Die Daten zeigen kein Belastungsproblem einzelner Einrichtungen – sondern ein System, das nur funktioniert, weil Leitungen dauerhaft über ihre Grenzen gehen. Das zeigt sich auch daran, dass fast 40 Prozent den Job nicht (mehr) weiterempfehlen würden.“Personalsituation ...

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