Veröffentlicht am 14. Oktober 2026 um 02:00 Uhr:

Gewalt gegen Kinder stoppen

Breites Bündnis fordert verpflichtendes Kinderschutzmodul im Lehramtsstudium Strukturelles Defizit: Kinderschutz wird in den universitären Curricula sowie in den Landesgesetzen zur Lehrkräftebildung systematisch nicht mitgedacht. Repräsentative Dunkelfeldstudie: Fast jede fünfte Person (18,4 %) in Deutschland berichtet von Misshandlung oder Vernachlässigung in der Kindheit. Gemeinsame Bundesinitiative: Ein breites Bündnis fordert eine gemeinsame Ländervereinbarung der Kultusministerkonferenz (KMK) für ein verpflichtendes 5-ECTS-Modul. Pädagogische Fachkräfte sind zentrale Bezugspersonen junger Menschen, doch in der universitären Ausbildung wird ihnen kaum Wissen über die Anzeichen von Kindeswohlgefährdung vermittelt. Ob ein von Gewalt betroffener junger Mensch auf eine handlungssichere Lehrkraft trifft, bleibt reiner Zufall. Angesichts des anhaltenden Höchststandes von 72.800 Kindeswohlgefährdungen im Jahr 2024 fordert ein bundesweites Bündnis aus 15 Studierenden-, Lehrkräfte-, Schüler- und Elternvertretungen pünktlich zum Wintersemester eine tiefgreifende Reform der Lehrkräftebildung.Tomi Neckov, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), kommentiert das Forderungspapier folgendermaßen: „Kinderschutz ist eine zentrale Aufgabe von Schule und Lehrkräfte wollen ihr gerecht werden. Dafür müssen wir sie befähigen: Wer Anzeichen von Gewalt erkennen, das Gespräch mit betroffenen Kindern führen und Verfahrenswege sicher gehen soll, braucht dieses Wissen schon im Studium. Es darf nicht vom Zufall abhängen, ob eine Lehrkraft handlungsfähig ist, wenn ein Kind Hilfe braucht. Dazu gehört auch, dass ...

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"Gewalt gegen Kinder stoppen"
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