Veröffentlicht am 02. Oktober 2026 um 02:00 Uhr:

Ein Blick auf die Bildungssysteme unserer Nachbarn

Was hält junge Lehrkräfte im Beruf? Darüber sprach Tanja Küsgens, Bundessprecherin der VBE Frauenvertretung, mit Bildungsgewerkschaften aus Belgien, den Niederlanden und Luxemburg. Der Christelijk Onderwijzersverbond (COV) hatte zum 1st Regional Meeting of Education Trade Unions am 1. Oktober nach Brüssel eingeladen.Im Rahmen dieses Austauschs wurden gemeinsame Herausforderungen im Bildungsbereich deutlich. Besonders im Mittelpunkt standen der Lehrkräftemangel, die zunehmende Belastung junger Lehrkräfte sowie die Frage, wie der Beruf langfristig attraktiver gestaltet werden kann.Lehrkräftemangel und hohe BelastungIn allen drei Ländern verlassen Lehrkräfte den Schuldienst. In den Niederlanden scheidet etwa jede fünfte Lehrkraft innerhalb der ersten fünf Berufsjahre aus; besonders betroffen ist die Altersgruppe der 25- bis 35-Jährigen. Als wesentlicher Grund wurde die schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf genannt. Der Lehrberuf wird zunehmend nicht mehr als besonders familienfreundlich wahrgenommen. Andere Berufsfelder bieten inzwischen häufig flexiblere Arbeitszeiten und Möglichkeiten zum Homeoffice und werden daher als besser vereinbar mit familiären Verpflichtungen erlebt.Neue Wege in den LehrerberufAuch die Ausbildung und der Zugang zum Lehrberuf unterscheiden sich von den bekannten Strukturen in Deutschland. In den Niederlanden kann grundsätzlich jedes Studium durch ein zusätzliches einjähriges pädagogisches Lehramtsstudium ergänzt werden, um anschließend als Lehrkraft arbeiten ...

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