Wie bei vielen Berufen gibt es auch in der Schule Phasen, in denen alles entspannt dahinplätschert und Zeiten, in denen über die Schmerzgrenze hinaus gearbeitet wird. In drei Wochen beginnt das neue Halbjahr und das bedeutet an unserer Schule, alle Schülerinnen und Schüler wählen individuelle neue Werkstätten (Vom Rockmobil über Veranstaltungstechnik bis zum Duke of Edinburgh’s Award und Dutzende weitere). Erstwunsch, Zweitwunsch, Drittwunsch. Daraus entstehen neue Stundenpläne für die Kollegen und die Kinder. Gleichzeitig Zeugniskonferenzen, Korrekturen und eine Projektwoche, die bei uns ansteht – gefolgt von der Anmeldewoche für die neuen 5er. Meine eigene Klasse 8 hat sich nach einem tiefen Motivationsloch zu Beginn des Schuljahres seit den Herbstferien deutlich gefangen und – man glaubt es kaum – sogar wieder Lust auf Schule bekommen. Es wird wieder viel gelacht und gescherzt – sicher auch, weil die ‚Hausaufgaben‘ zum größten Teil gemacht wurden: 84 von 90 Praktikumsplätzen sind belegt und die anstehende Skifreizeit sorgt für Vorfreude. Ich habe in diesem Schuljahr viel mit der Mittelstufe zu tun, also Klassen 8 bis 10. Ein Aspekt in dieser Altersgruppe fällt mir dabei besonders negativ ins Auge: „Das simulierte Arbeiten“ im Unterschied zum „echten Lernen“. An unserer Schule arbeiten wir intensiv mit Lernbüros und eigenverantwortlichen Arbeitsphasen. Das Ziel ist, den Kindern beizubringen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Bei einigen klappt das fantastisch – sie dürfen sich völlig ohne Aufsicht im Haus bewegen und Lernorte suchen. Bei den meisten Kindern klappt das ganz gut – es sind halt Kinder und sie brauchen schon noch hier und da eine Erinnerung ans Lernen. Ein Teil der Schülerinnen und Schüler findet jedoch gar keinen Zugang zum Lernen – und ...
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"Extreme Ownership oder: Vertrauenslehrer werde ich nicht mehr."
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