Veröffentlicht am 10. September 2026 um 02:00 Uhr:

Eltern brauchen Unterstützung, nicht Vorwürfe

Im Bundestag wurde heute der Einzelplan für die Ausgaben für Bildung und Familie des Haushalts 2027 diskutiert. Die Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen u. Jugend, Karin Prien, machte den hohen Konsolidierungsdruck deutlich. Mit Blick auf Pisa unterstrich sie, dass im Gegensatz zum PISA-Schock 2001 heutzutage die Maßnahmen bekannt seien. Insbesondere müsse mit der Sprachförderung früher angesetzt und Eltern u. a. bei dem Umgang mit Social Media gestärkt werden und außerdem im Alltag entlastet werden. Dies unterstützt Tomi Neckov, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE):„Früh fördern, individuell fördern und dort mehr fördern, wo das notwendig ist: Das muss Ziel sein. Gleichzeitig braucht es eine hohe Aufmerksamkeit für gesellschaftliche Entwicklungen. Wo es – in Zeiten des Fachkräftemangels auch politisch gewollt – zum Normalfall wird, dass beide Eltern berufstätig sind, müssen Antworten darauf gefunden werden, wie in Schule bedarfsgerecht unterstützt und gleichzeitig Eltern niedrigschwellig eingebunden werden können. PISA zeigt, dass ein Großteil dessen, was wie Eltern-Engagement aussieht, sich am Ende doch nur durch sozioökonomischen Hintergrund erklärt. In der Studie wird sogar darauf hingewiesen, dass ...

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