Veröffentlicht am 10. Juli 2026 um 11:31 Uhr:

DEBATTE: 4K-Kompetenzen auf dem Prüfstand

In vielen bildungsbezogenen Diskussionen werden die sogenannten 4K immer wieder als wünschenswerte Kompetenzen besprochen. Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität gelten als wichtigste Kompetenzen des 21. Jahrhunderts. Nun wurde eine Studie im Rahmen eines von der Bertelsmann Stiftung ausgezeichneten Projekts veröffentlicht, die beansprucht zu zeigen, dass sich diese Kompetenzen messen und fördern lassen. Wisniewski sowie Tanja Fritz und Martin Daumiller widersprechen diesem Anspruch in einer ausführlichen Replik. An dieser Stelle folgt zunächst eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.  Was ist das 4K-Modell? Die vier sogenannten 4K gelten seit Jahren als zentrale Zukunftskompetenzen. Ursprünglich gehen sie jedoch nicht auf eine pädagogische Theorie zurück, sondern auf internationale Debatten um '21st Century Skills', die unter anderem von Arbeitgeberbefragungen sowie später von Organisationen wie der OECD aufgegriffen wurden. Inzwischen finden sie sich in zahlreichen Lehrplänen und bildungspolitischen Strategien wieder. Die zentrale Kritik Nach Auffassung der Autoren der Replik gelingt der Studie weder der Nachweis, dass die vier Kompetenzen empirisch voneinander unterscheidbar sind, noch, dass sie durch die untersuchte Intervention tatsächlich gefördert wurden. Stattdessen seien statistische Verfahren eingesetzt und nachträglich angepasst worden, um das gewünschte Modell aufrechtzuerhalten. Das ...

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