Online finden sich (momentan?) massenweise Lese-Reaktionsspiele nach dem Muster „Ich habe – du hast“. Sie sind von der Lehrkraft mit einer einfachen Vorlage leicht hergestellt und angepasst, schnell den Schüler:innen erklärt und dann in vielen Varianten spielbar. ABER: Sie sind auch unfassbar dröge! (Meine Meinung und auch die einziger Kolleginnen, mit denen ich mich unterhalte.) Immer nur die Wortebene, immer nur kurz mal zuhören, ob mein Begriff oder meine Zahl genannt wird. Der Anspruch ist sehr gering und höchstens im ersten Schuljahr oder Förderbereich vorstellbar. Fachlich möchte ich vor allem kritisieren, dass die Kinder nicht an das Lesen, Verstehen und Formulieren ganzer Sätze herangeführt werden, wenn ich diese sehr aktivierende Spielmöglichkeit so reduziere. Das jedoch ist ja Kern unserer Aufgabe: Wortschatz aufbauen, Satzmuster anbieten und das korrekte Bilden ganzer Sätze ermöglichen. Dazu können Lesespiele auch beitragen – wenn Sie denn diese sprachliche Ebene auch anbieten und nicht bei „Ich habe einen Frosch. Wer hat ein Schaf?“ hängen bleiben. Was Lesespiele aber auch bieten: sie können Spaß machen! Ja, wirklich: Spaß beim Lesen, Spaß beim Spielen, ein fröhliches, lustiges gemeinsames Erlebnis. Alle Klassen, die ich bisher leiten durfte und auch einige meiner Fachklassen liebten Lesespiele und oft genug haben wir als gemeinsames Produkt sogar selbst welche erfunden – sie auf dem oberen Foto oben rechts. Witzigerweise beinhaltete einer meiner ersten Beiträge hier im Blog (genauer gesagt mein erstes geteiltes Material) zwei Lesespiele zum Thema Märchen. So sahen / sehen ...
Zum vollständigen Beitrag:
"Lesespiele – Lesen mit Freude"
https://primar.blog/2026/05/22/lesespiele-lesen-mit-freude/