Veröffentlicht am 18. Juni 2026 um 19:13 Uhr:

moralische Notengebung

Ich stehe vor einem ganz spannenden Dilemma. Vorgeschichte: Ein wesentliches Hindernis auf dem Weg zu einem (hochwertigeren) Schulabschluss ist laut PISA und vielen weiteren Untersuchtungen für viele Schülerinnen und Schüler in Deutschland ein schlechtes Leseverständnis. Oder platt: Sie sprechen schlechtes Deutsch. Um das zu illustrieren erkläre ich meinen Schüler*innen gerne, dass sie genauso gut deutsch sprechen, wie ich englisch: Es reicht zum Fernseh-gucken und unterhalten, zum einkaufen und einfache Bücher lesen. Aber es ist zu wenig, um einen guten Essay zu schreiben oder Sachtexte zu analysieren. Urlaubsenglisch. Urlaubsdeutsch. Seit jeher rate ich ihnen, mehr Bücher zu lesen, überhaupt mal zu lesen. Dadurch erweitert sich der Wortschatz, festigt sich die Grammatik. Wer viel liest, versteht mehr, kann sich besser ausdrücken, kann besser schreiben. Meine Schüler*innen nicken artig und ignorieren mich geflissentlich – und manchmal geht es bis zu einem gewissen Grad gut und manchmal nicht. Die Ausgangslage: In einem meiner Mathekurse beschäftigen wir uns mit Linearen Funktionen: Eine Pizza in Laden A kostet 6 Euro, jede weitere Zutat 1,50 €. In Laden B kostet die Pizza nur 4,50 €, dafür jede Zutat 2 €. Stelle die Funktionsgleichung auf, finde den Schnittpunkt etc.etc. Letzte Frage: Deine Cousine kommt ...

Zum vollständigen Beitrag:
"moralische Notengebung"
https://halbtagsblog.de/2026/06/18/moralische-notengebung/